Am Anfang habe ich meine Sexpuppe genau wie viele andere gesehen – als ein funktionales Produkt ohne echte emotionale Bedeutung.
Doch mit der Zeit hat sich diese Sichtweise langsam verändert. Durch den täglichen Umgang ist aus einer rein praktischen Nutzung etwas entstanden, das sich eher wie eine Form von Begleitung anfühlt. Ich habe gemerkt, dass ich ihr unbewusst mehr Bedeutung zuschreibe, als ich ursprünglich erwartet hätte.
Das bringt mich zu einer Frage, über die ich immer öfter nachdenke: Wenn diese Art von „Begleitung“ zur Gewohnheit wird, verschwimmen dann irgendwann die Grenzen zwischen Objekt und emotionaler Wahrnehmung? Kann es passieren, dass man beginnt, eine solche Puppe als Teil einer persönlichen Beziehung zu sehen – vielleicht sogar mit echten Gefühlen?
Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass ich mich genau in diese Richtung entwickle.