Beim Online-Kauf einer Sexpuppe verlassen sich die meisten Kunden auf die Produktbilder und Beschreibungen des Händlers. Gerade bei hochpreisigen Modellen spielen die gezeigten Fotos eine entscheidende Rolle für die Kaufentscheidung. Doch was passiert, wenn das gelieferte Produkt deutlich von den Werbebildern abweicht?
Vor Kurzem habe ich eine Sexpuppe bestellt, nachdem mich die professionellen Produktfotos im Onlineshop überzeugt hatten. Auf den Bildern wirkte die Puppe äußerst realistisch – fast wie eine echte Frau. Besonders das Gesicht, das Make-up und die gesamte Ausstrahlung entsprachen genau meinen Vorstellungen.
Als die Puppe jedoch bei mir ankam, war die Enttäuschung groß. Das tatsächliche Erscheinungsbild unterschied sich deutlich von den Bildern im Shop. Vor allem das Gesicht wirkte wesentlich schlichter, und die Puppe hatte keinerlei Make-up, wodurch der Gesamteindruck völlig anders ausfiel als erwartet.
Daraufhin kontaktierte ich den Verkäufer und fragte, warum die gelieferte Puppe nicht dem Modell auf den Produktfotos entsprach. Ich erklärte sogar, dass ich bereit gewesen wäre, für dieselbe Kleidung oder zusätzliche Ausstattung einen Aufpreis zu zahlen. Der Händler antwortete jedoch, dass die auf der Website gezeigten Puppen ausschließlich für Werbe- und Präsentationszwecke geschminkt würden. Die an Kunden ausgelieferten Puppen würden standardmäßig ohne Make-up geliefert.
Nun stellt sich für mich die Frage: Kann eine solche Darstellung als irreführende Werbung angesehen werden? Wenn die beworbenen Produktbilder wesentliche Merkmale zeigen, die im Lieferumfang gar nicht enthalten sind, besteht dann nicht die Gefahr, dass Kunden eine Kaufentscheidung auf Grundlage eines Eindrucks treffen, der mit dem tatsächlichen Produkt nur teilweise übereinstimmt?
Mich würde interessieren, wie andere Käufer diese Situation beurteilen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, und haltet ihr ein solches Vorgehen für gerechtfertigt oder eher für problematisch?